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Die erste Ausgabe Deines Ilzer Land Magazins für Deine Region ist da. Das Magazin wird 2x jährlich kostenlos an alle Haushalte im Ilzer Land verteilt und kostenfrei zum Download auf unserer Webseite und in der WalDi-App zur Verfügung gestellt.

Planungshoheit der Gemeinden in Gefahr?

Ereignis: Infoveranstaltung zum LandesentwicklungsprogrammDatum: Montag, 28.03.2022Ort: Perlesreut, Bauhütte Planungshoheit der Gemeinden in Gefahr? Bürgermeister diskutieren mit dem Wirtschaftsministerium über die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogrammes Perlesreut. Seit über 30 Jahren gibt es in Bayern das Landesentwicklungsprogramm (LEP). Als Zukunftskonzept der Staatsregierung legt es die Ziele für die räumliche Ordnung und Entwicklung in Bayern fest. In mehreren Teilfortschreibungen wurde das Landesentwicklungsprogramm immer wieder an die Gegebenheiten angepasst. Doch die aktuell diskutierte Version stößt auf die Sorge zahlreicher Kommunalpolitiker. Sie sehen die Gefahr, dass die Gemeinden durch die Vorgaben des Programmes in ihrer Entwicklung behindert werden und damit ihre Planungshoheit ausgebremst wird.Auf Initiative ihres stellvertretenden Vorsitzenden MdL Manfred Eibl brachte das Ilzer Land nun die Bürgermeister der Region mit dem zuständigen Abteilungsleiter des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Klaus Ulrich zusammen. Zu der kurzfristig einberufenen Veranstaltung konnte der Vorsitzende des Ilzer Landes Werner Weny 35 Bürgermeister und Kommunalvertreter aus vier Landkreisen und sieben ILEn begrüßen, die mit dem Vertreter des Ministeriums diskutierten, der per Videoübertragung in die Bauhütte Perlesreut zugeschaltet war. Oberstes Ziel des Landesentwicklungsprogrammes sei die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Bayern. „Dabei geht es nicht um Gleichheit, sondern um Chancengerechtigkeit bei unterschiedlichen Rahmenbedingungen“, so Ulrich. So sei die Stärkung der Kommunen ein zentrales Themenfeld der Teilfortschreibung, neben Anpassungen an den Klimawandel, einer gesunden Umwelt und einer nachhaltigen Mobilität.Um dies zu erreichen, geht eine Entlastung der Städte mit einer Stärkung der ländlichen Räume einher. Chancen bietet hier laut Ulrich die Digitalisierung, die jedoch nur eine Ergänzung zu stationären Einrichtungen sein könne. So soll beispielsweise durch Telemedizin die medizinische Versorgung auf dem Land verbessert werden, sie dürfe aber keine Praxis oder kein Krankenhaus ersetzen. Für Diskussion sorgte das Thema „Siedlungsentwicklung“. Das Landesentwicklungsprogramm legt hier einen Schwerpunkt auf die Entwicklung zentraler Ort, damit auch bei zurückgehenden Bevölkerungszahlen dezentral eine angemessene Infrastruktur bereitgestellt werden kann. So sollen größere Siedlungsflächen überwiegend an Standorten ausgewiesen werden, an denen ein Angebot an öffentlichen und privaten Dienstleistungs- und Versorgungseinrichtungen fußläufig erreichbar ist und ein Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr besteht. Dadurch sehen viele Gemeindevertreter die Gefahr, dass es in ihrer Gemeinde fast keine Möglichkeiten mehr gibt, beispielsweise ein Neubaugebiet auszuweisen, da diese Voraussetzungen oft nicht gegeben sind. Einen „Todesstoß für die Planungshoheit der Gemeinde“, bezeichnet ein Bürgermeister das Landesentwicklungsprogramm. Abteilungsleiter Klaus Ulrich entgegnete mit dem aktuellen LEP-Entwurf werde auch in Zukunft keiner einzigen Gemeinde in Bayern eine maßvolle Siedlungs- und Gewerbeentwicklung verwehrt blieben. Eine gezielte Siedlungsentwicklung an günstigen Standorten, die etwa zusätzliche Verkehre vermeidet, sei grundsätzlich sinnvoll. Bei dieser Regelung handele es sich rechtlich um einen Grundsatz. Dieser müsste etwa bei der Ausweisung von Siedlungsgebieten in der kommunalen Abwägung berücksichtigt werden, kann dabei aber anderen Erwägungen gegenüber unterliegen und damit überwunden werden. Verstärkt in das Landesentwicklungsprogramm sollen Anpassungen an den Klimawandel und das Thema Umwelt einfließen. Neben dem Ausbau Erneuerbarer Energien und Wassermanagement sollen Flächen effizient und wo möglich auch verstärkt multifunktional genutzt werden, z.B. durch Agri-Photovoltaikanlagen. Das bisherige Ziel „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ wurde auch wegen Anforderungen der Rechtsprechung an ein Ziel „nachgeschärft“. Ausnahmen sind nur dann zulässig, wenn eine Innenentwicklung „nachweislich“ nicht möglich ist. „Flächensparen ist kein Selbstzweck“, so Klaus Ulrich, kompakte Siedlungsstrukturen verringern höhere Erschließungs- und Unterhaltskosten für die Kommunen und sichern den Werterhalt der Immobilien in den Ortskernen. Nachgewiesen werden soll, dass sich Kommunen mit Innenentwicklungspotentialen befasst haben. „Dazu braucht es aber keine Gutachten.“. Wenn Kommunen im Innenbereich nicht an Frei-oder Brachflächen herankommen, sich aber nachweislich bemüht haben, kann auch weiterhin eine Neuausweisung von Baugebieten erfolgen. „Ermittlungen zu Möglichkeiten der Innenentwicklung“ würden abgesehen davon auch unabhängig vom LEP durch das Bundesbaugesetz im §1a Abs. 2 gefordert. Damit ändert sich auch durch den LEP-Entwurf an dieser Stelle formal nichts für die Gemeinden. Einige Bürgermeister äußerten die Sorge, dass Behörden den Kommunen keinen Spielraum bei der Abwägung der Grundsätze belassen würden oder dass es einen großen bürokratischen Aufwand bedeutet, den Nachweis zu erbringen, so dass es nicht möglich ist, diese Ziele einzuhalten. Manfred Eibl legte den Gemeinden nahe, Flächen zu sparen und neue Siedlungen an Versorgungsstandorte anzubinden. „Doch darf das Verantwortungsbewusstsein der bayerischen Bürgermeister nicht unterschätzt werden. Es kann nicht sein, dass unterschiedliche Behörden eine unterschiedliche Rechtsauffassung haben“, so der stellvertretende Vorsitzende des Ilzer Landes. Der Referent Klaus Ulrich verwies an dieser Stelle auf eine Auslegungshilfe für die Anforderungen an die Prüfung des Bedarfs neuer Siedlungen. Dabei handelt es sich um das bayernweit einheitliche Prüfungsmuster der höheren Landesplanungsbehörden an den Bezirksregierungen für Bauleitplanungen im Außenbereich. Diese Auslegungshilfe wurde auch an alle Kommunen weitergegeben und sorgt seiner Meinung nach für Transparenz und eine einheitliche Handhabung in ganz Bayern. Damit sei unbestritten ein gewisser aber vertretbarer Aufwand für Kommunen verbunden, sich mit Entwicklungsbedarfen und Innenentwicklungspotentialen zu befassen. Neue Akzente setzt das LEP auch beim Thema der nachhaltigen Mobilität. Anstelle der isolierten Betrachtung einzelner Verkehrsmittel soll Mobilität künftig verstärkt ganzheitlicher betrachtet werden. Der Individualverkehr würde im ländlichen Raum auch in Zukunft eine große Rolle spielen, doch öffentlicher Nahverkehr und das Fahrrad werden immer wichtiger. Gerade auf dem Land gibt es flexible, auf geringe Personenzahl ausgelegte Konzepte, wie den Rufbus.„Befürchtungen sind keine Grundlage für Entwicklung“, zog der Landtagsabgeordnete Manfred Eibl Resümee und forderte die Anwesenden auf, jetzt die Gelegenheit zu nutzen, Einfluss auf die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms zu nehmen. Es gehe darum, den ländlichen Raum für schwere Zeiten sicher aufzustellen. Der Vorsitzende des Ilzer Landes Werner Weny dankte Abteilungsleiter Klaus Ulrich für seine Bereitschaft, einen Einblick in die Fortschreibung zu geben und sich auch der Diskussion zu stellen: „Es wird notwendig sein, den Spagat zwischen Theorie und Praxis zu schaffen. Eine Konkretisierung bestimmter Begriffe ist notwendig, damit es zu einer gemeinsamen Auslegung in den verschiedenen Behörden kommt. Auch auf die ILEn und ihre Handlungsfelder wird das LEP Einfluss nehmen. Themen aus dem LEP können so auf freiwilliger Basis gemeinsam bearbeitet werden.“ Auch Klaus Ulrich, Abteilungsleiter des Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, dankte den Anwesenden für den regen Austausch: „Das LEP soll kein bürokratisches Monster sein, sondern eine Entwicklungsperspektive für unser Land. Das LEP kann nur so gut sein wie dessen Umsetzung und die Umsetzung kann nur so gut sein wie

Unterstützung bei Smartphone und Computer

Ereignis: Willkommenstreffen für IT-PatenDatum: Mittwoch, 30.03.2022Ort: Maierei, Thurmansbang Unterstützung bei Smartphone und Computer IT-Paten des Ilzer Landes wollen Seniorinnen und Senioren unterstützen Thurmansbang. Seniorinnen, Senioren und Computer bzw. Smartphone – das passt sehr gut zusammen, sind die Bürgermeister Martin Behringer (Thurmansbang) und Martin Geier (Schöfweg) überzeugt. Als federführende Bürgermeister verantworten sie das Seniorennetzwerk im Ilzer Land.Um den älteren Menschen den Zugang zu den neuen Technologien zu erleichtern, hat sich das Ilzer Land im Rahmen seines neuen Projekts „Ilz Du mit mir online gehen?“ auf die Suche nach IT-Paten gemacht, die beim Umgang mit Smartphone, Tablet und Computer unterstützen können. Und das mit großem Erfolg, berichtet die Geschäftsführerin des Ilzer Landes Corina Molz: „Sowohl junge als auch ältere Frauen und Männer haben sich gemeldet. So stehen nun in zahlreichen Ilzer-Land-Gemeinden ehrenamtliche IT-Paten zur Verfügung. Sie alle verbindet die Freude daran, ihr Wissen weiterzugeben und unseren Seniorinnen und Senioren zur Seite zu stehen.“ Auch Anna Mitterndorfer, Seniorenbeauftragte des Landkreises Freyung-Grafenau, freut sich über die gelungene Aktion: „Das Projekt ist mein Baby. Ich halte es für sehr wichtig, dass es in jeder Gemeinde engagierte IT-Paten gibt, die unsere Seniorinnen und Senioren bei diesem wichtigen Thema unterstützen.“In den neu gestalteten Räumen der Maierei in Thurmansbang trafen die neuen IT-Paten, die Seniorenbeauftragten der Gemeinden und die Verantwortlichen des Ilzer Landes zum ersten Mal persönlich zusammen. Vorangegangen war bereits ein Treffen, das aber online stattfinden musste. Schnell einigte man sich auf ein Motto, das zuversichtlich-bayerisch klingt: „I lern’s da. Des kriagst locker hi!“ Gemeinsam begann man, erste Treffen in den Gemeinden zu planen, zu denen die Seniorinnen und Senioren eingeladen werden. Teils finden die Treffen auch in Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden statt. Corina Molz zu den geplanten Treffen: „Unsere IT-Paten stehen in gemütlicher und lockerer Atmosphäre beratend zur Verfügung. Dabei soll der Spaß bei den IT-Treffs nicht zu kurz kommen. Sie erhalten von unseren IT-Paten ein paar nützliche Tipps zum Umgang mit dem Smartphone und Laptop, können Fragen stellen und sich mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern austauschen.“ Bei den Treffen sollten – sofern bereits vorhanden – eigene Geräte mitgebracht werden. Sie haben noch kein Gerät und möchten gerne teilnehmen? Kein Problem! Unsere IT-Paten stehen beim ersten Treffen gerne beratend zur Verfügung. Über die Orte und Termine in den jeweiligen Ilzer-Land-Kommunen wird durch die Seniorenbeauftragten der Gemeinden informiert.

Ilzer Land Marktgemeinderätinnen-Treffen

Datum: 09.04.2022 Ilzer Land Marktgemeinderätinnen-Treffen Am 09.04.2022 fand das erste Gemeinderätinnen Treffen des Ilzer Landes e. V. statt. Die Gemeinderätinnen der Marktgemeinde Hutthurm – Manuela Rosenberger (FW), Andrea Koller (FW) und Teresa Wagner-Mösl (CSU) – ergriffen die Initiative aus der gewinnbringenden Vereinigung als Kommunalallianz des Ilzer Landes e. V. und luden alle Amtsträgerinnen der Gemeinden des Ilzer Landes zu einem gemeinsamen Austausch ein – so wurde eine weitere Win-Win-Situation erschaffen. Das Gemeindegebiet inklusive der gelebten Öko-Modellregion wurde dabei vorgestellt. Beim „Get together“ mit Sektempfang am Natur- und Obstlehrgarten begrüßte 2. Bürgermeister Max Rosenberger die Gemeinderätinnen Nadine Aulinger (Schöfweg), Maria Bauer (Thurmansbang), Daniela Röckl (Grafenau), Carina Bredl (Schönberg), Heidi Ebner (Saldenburg), Daniela Hansl (Saldenburg), Elisabeth Hafner (Perlesreut), Marion Kretschmer (Perlesreut), Corina Molz (Geschäftsleiterin Ilzer Land e. V), Katharina Hobelsberger (Projektleiterin Öko-Modellregion), Bürgermeisterin Dr. Carolin Pecho (Ringelai) und stellv. Landrätin Hilde Greiner (Grafenau) herzlichst in Hutthurm. Hutthurm besteht aus 44 Gemeindeteilen und noch im Jahr 2016 gab es 87 landwirtschaftliche Betriebe, 1861 Hektar des Gemeindegebietes waren landwirtschaftlich genutzt. Ein Rückgang in der Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist zu beobachten – so 2. Bürgermeister Max Rosenberger. Anschließend wurde bei einem Rundgang der Natur- und Obstlehrgarten genauer erklärt. Mit einer entsprechenden Förderung aus dem Programm „LEADER“ verwirklichte die Marktgemeinde im Jahr 2018 im Umfeld einer wertvollen alten Streuobstwiese das Projekt „Hutthurm blüht auf – Natur- und Obstlehrgarten“. Die offizielle Einweihung erfolgte am 11.10.2019. Der Natur- und Obstlehrgarten soll gleichbedeutend ein Ort des gemeinsamen Treffens sowie auch ein Ort des ökologischen Wissens sein. Streuobst, Obst und auch Gemüse soll nachhaltig erzeugt werden und diese Produkte beispielsweise den Akteuren, Besuchern und v.a. der Hutthurmer Tafel zur Verfügung gestellt werden. Gegen Mittag brachte Günther Kölbl – Busfahrer – die Anwesenden mit dem nagelneuen FÜRST REISEN Hybridbus in die Öko-Akademie Staatsgut nach Kringell. Die Bio-Küche Kringell servierte eine Roulade vom Kringeller Bio-Schwein gefüllt mit Käse und Schinken im Blätterteig gebacken, dazu Rösti oder vegetarisch gefüllte Blätterteigtaschen mit Spinatfüllung – dazu gab es Bio-Salate vom Buffet. Nach dem hervorragenden Essen erklärte Matthias Lippl (Fachbereichsleiter für Schweinehaltung) das aktuelle Arbeiten und die Aufgabengebiete der Öko-Akademie Staatsgut Kringell. Die anschließende Führung und Erklärung zu den einzelnen Bereichen der Lehranstalt brachten die Anwesenden zum Staunen. Unser Dank gilt daher Herrn Lippl für die umfassende Erklärungen, den Einblick und den informativen Nachmittag. Ebenso bedanken möchten wir uns bei Frau Lippl und dem Küchenteam für die hervorragende Bewirtung. Aufgewärmt bei Kaffee, Tee und hausgemachter Tiramisu erklärten Corina Molz, Geschäftsleiterin des Ilzer Landes und Katharina Hobelsberger, Projektmanagerinnen der Öko-Modellregion Ilzer Land näheres zur Öko-Modellregion. Einzelne Projekte der jeweiligen Handlungsfelder wurden vorgestellt. Anschließend durften die Mandatsträgerinnen mit dem FÜRST REISEN Hybridbus die Marktgemeinde bei einer Rundfahrt genauer kennenlernen. Die Tour führte über Großthannensteig nach Prag und München – ja, diese Ortsteile sind wirklich in Hutthurm. Über Kalteneck, Kleinthannensteig, Hötzdorf und Brennschinken ging es dann wieder zurück in die Ortsmitte. Ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ gilt auch der Firma FÜRST REISEN und vor allen Dingen Günther Kölbl, der sich den Tag für die Mandatsträgerinnen freigehalten hat. Zum Abschluss durften die Gemeinderätinnen des Ilzer Landes e. V. im Rosenstingl „Gwölb“ den erlebten Tag Revue passieren lassen. Mit süßen und herzhaften Öko-Schmankerl wurden die Amtsträgerinnen von Hans und Philipp Rosenstingl kulinarisch verwöhnt. DANKE dafür. Im Verlauf des Tages stellte sich immer wieder heraus, wie wichtig dieser politische Austausch auch Gemeindeübergreifend ist. Neue Ideen wurden kommuniziert, Ansätze und Möglichkeiten besprochen und eine neue Denkweisen ausgetauscht. Angetan vom erfolgreichen Tag erklärte sich Bürgermeisterin Dr. Carolin Pecho aus Ringelai bereit, ein folgetreffen in Ihrer Gemeinde zu veranstalten. Einen besonderen Dank möchten wir hiermit an die Sponsoren richten: der Firma Getränke Degenhart danken wir herzlich für die Sekt-Spende und der Brauerei Hutthurm für die Getränke im Bus und am Natur- und Obstlehrgarten. Fotos und Bericht: Julia Strahberger, Öffentlichkeitsarbeit, Marktgemeinde Hutthurm.

So smart kann Land sein

Veranstalter: Ilzer Land e.V.Datum: 06.05.2022Ort: Röhrnbach, HAIDL-Atrium So smart kann Land sein Hand in Hand in eine hybride Zukunft – das Ilzer Land ist Modellprojekt „Smart City“ Röhrnbach. Die ILE Ilzer Land verkündete im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung den offiziellen Startschuss des Smart City Modellprojekts. Im Mittelpunkt des Events standen dabei die Vorstellung des Förderprojekts sowie mögliche Digital-Maßnahmen in den elf teilnehmenden Gemeinden. Dabei setzt sich das neue Smart-City-Projektteam das Ziel, Hand in Hand mit den Kommunen sowie den Bürgerinnen und Bürgern den gemeinsamen Weg in eine hybride – also digitale und analoge – Zukunft erfolgreich zu beschreiten. Bei dem Kick-Off-Event begrüßte der 1. Vorsitzende Werner Weny die rund 100 Teilnehmer, darunter insbesondere den Bundestagsabgeordneten Muhanad Al-Halak, den Landtagsabgeordneten Manfred Eibl, die stellvertretende Landrätin von Freyung-Grafenau Helga Weinberger sowie den für den Landkreis Passau stellvertretenden Landrat Hans Koller. Zudem hieß Weny die Abordnungen der elf Smart City Gemeinden (Grafenau, Perlesreut, Hutthurm, Röhrnbach, Ringelai, Fürsteneck, Eppenschlag, Schöfweg, Saldenburg, Thurmansbang und Innernzell) angeführt von den jeweiligen Bürgermeister/-innen und deren Stellvertreter/-innen, die Mitglieder der Gemeindeparlamente sowie Verwaltungsangestellte und Ron Metzner vom Amt für Ländliche Entwicklung willkommen. Smart City – Smart Region? Im Rahmen der Veranstaltung im HAIDL-Atrium in Röhrnbach erläuterte die Smart-City-Projektleitung Lena Schandra die Hintergründe zum Modellprojekt: Was ist eine Smart City, beziehungsweise übertragen auf den ländlichen Raum – eine smart(e) Region? Wie können Kommunen diese gemeinsam gestalten und warum profitieren letztlich alle davon? Für die ländlich geprägte Region Ilzer Land bedeutet das Modellprojekt die Digitalisierung aktiv zu gestalten und sich so für die Zukunft zu rüsten. Schandra betont: „Mit dem Projekt werden wir uns für den ländlichen Raum einsetzen, Digitalisierung vorantreiben und zugleich auch unseren wertvollen Naturraum schützen. Unter dem Motto „digital werden und analog bleiben“ sollen alle Generationen angesprochen und abgeholt werden. Denn nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern kann unsere Region weiterentwickelt, unsere Ortskerne langfristig belebt und die regionale Wertschöpfungskette gestärkt werden.“ Gemeinsam Chancen für eine hybride Zukunft nutzen Mit Beginn der ersten Phase wird noch in diesem Jahr die Smart-City-Strategie erarbeitet und erste Maßnahmen umgesetzt. Um das Großprojekt zielgerichtet planen und realisieren zu können, setzt das Ilzer Land auf ein eigenes Smart-City-Projektteam, das sich dafür neu gebildet hat. Unter der Leitung von Lena Schandra verstärken seit Mai Michele Bauer, Saskia Sittel und Maria Grübl die Schlüsselbereiche Marketing und Kommunikation, Bürgerbeteiligung und Finanzen. Zusätzlich erhält das Projektteam weitere Unterstützung in der Strategiefindung sowie bei verschiedenen Formaten der Bürgerbeteiligung durch ein Projektkonsortium, bestehend aus den Expert/-innen von atene KOM, polidia und DKSR (Daten-Kompetenzzentrum für Städte und Regionen). Fest steht außerdem die neue Leitlinie: Mit „So smart kann Land sein“ stellte Lena Schandra den entwickelten Leitspruch mit passendem Bild – einer digital inspirierten Flussgrafik für das Ilzer Land – vor. Mit der Entwicklung einer neuen Homepage als zentrale Plattform, digitalen Anschlagtafeln für die Gemeinden, einer digitalen Bürgerbeteiligungsplattform sowie hybriden Dorfzentren sind auch weitere Aktivitäten für dieses Jahr bereits in der Planung und Umsetzung. Sowohl in der ersten Phase als auch mit Beginn der vierjährigen zweiten Phase im nächsten Jahr steht fortlaufend die Miteinbeziehung der Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger im Fokus. Damit einhergehend sind Workshops mit den Vertretern der Gemeinden, sowie eine Bedarfsermittlung und Standortanalysen vorgesehen. Darüber hinaus soll im Rahmen der Bürgerbeteiligung durchgängig Raum zur Mitsprache geschaffen werden – analog und digital. Ein „Schmankerl“ der Veranstaltung war die feierliche Verleihung von Lebkuchen-Herzen mit dem Namen der jeweiligen Gemeinde für die Bürgermeister/-innen. Denn trotz der großen Rolle der Digitalisierung ist Smart City ein Projekt mit Herz, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Abschließend betont Werner Weny, 1. Vorsitzender Ilzer Land: „Die Digitalisierung schreitet in großen Schritten voran, ob mit uns oder ohne uns. Mit dem Smart City Modellprojekt haben wir nun die Chance, die digitale Transformation in unseren Gemeinden aktiv und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern nach unseren Wünschen zu gestalten. Diese Chance gilt es jetzt zu nutzen – packen wir´s gemeinsam an.“

Das Ilzer Land – ein Aushängeschild für die ländliche Entwicklung

Ereignis: Besuch Ministerien und ALEDatum: Donnerstag, 19.05.2022Ort: Ilzer Land Das Ilzer Land – ein Aushängeschild für die ländliche Entwicklung Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Staatsministerium für Digitales und Amt für Ländliche Entwicklung zu Besuch in der ILE Ilzer Land Perlesreut. Das Ilzer Land versteht es, Tradition und Moderne unter einem Dach zu vereinen und den Sprung zwischen Gestern, Heute und Morgen zu meistern. Seit der Gründung der ILE Ilzer Land im Jahr 2005 wurden bereits zahlreiche Visionen in die Realität umgesetzt. All diese Erfolge und die hohe Dynamik im Ilzer Land ermöglichten die millionenschwere Förderung als „Smart City Modellregion“. Um sich persönlich einen Eindruck über die innovativen Fortschritte im Ilzer Land zu verschaffen, waren kürzlich Roland Spiller vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Dr. Susanne Klöpping vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales, Hans-Peter Schmucker, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern, Ron Metzner, ILE-Betreuer des Amtes für Ländliche Entwicklung sowie Nina Kiehlbrei vom Bereich Zentrale Aufgaben der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung zu Besuch im Ilzer Land. Corina Molz, Geschäftsführerin der ILE Ilzer Land, begleitete die Besucher von Ministerien- und Amtsseite auf ihrer Tour durch das Ilzer Land. Werner Weny, 1. Vorsitzender des Ilzer Landes, plante ein eintägiges Programm, das viele verschiedene Stationen vorsah und die Vielfalt dieser ILE aufzeigte. Bereits früh am Morgen trafen sich die Besucher Spiller, Schmucker, Metzner und Kiehlbrei mit Corina Molz und Martin Behringer, 1. Bürgermeister der Gemeinde Thurmansbang, in der Maierei, einem Vorzeigeprojekt im Bereich der Ortskernbelebung. Das ehemalige Gasthaus zur Linde wurde mithilfe von Fördermitteln der Städtebauförderung und aus dem Programm „Marktplatz der Generationen“ zu einem generationenübergreifendenden Wohn- und Treffpunkt umgebaut. Nach einer langen Zeit des Leerstands befinden sich nun ein Bürgersaal, sechs barrierefreie Wohnungen, Gemeinschaftsräume und ein Bürgercafé in der Maierei – und das mitten im Ortskern von Thurmansbang. „Die Maierei ist ein Vorzeigeprojekt im Handlungsfeld Innenentwicklung. Das interkommunale Konzept zur Innenentwicklung der Ilzer-Land-Gemeinden wird so in die Realität umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit der Städtebauförderung und dem Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern funktioniert sehr gut.“, so Molz. Nach einer kurzen Begrüßung bei Kaffee und Brezen führte Bürgermeister Behringer die interessierten Besucher durch das Gebäude und erläuterte das Nutzungskonzept. Kiehlbrei, Spiller und Schmucker lobten das Innenentwicklungsprojekt und waren begeistert von der Vielfalt der Nutzung. Nach der Station in Thurmansbang ging es weiter nach Saldenburg, wo Bürgermeister Max König bereits auf sie wartete. Als Erstes stand eine kurze Begehung des ehemaligen Dorfgasthauses „Waldlaterne“ auf dem Programm. Mithilfe des Programms „Innen statt Außen“ des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) soll die Waldlaterne saniert und in ein Bürgerhaus umgenutzt werden. Aufgrund der Vielzahl an Förderprojekten am ALE wird sich diese Maßnahme allerdings verzögern. Bürgermeister König betonte, dass die Gemeinden dafür Verständnis haben, aber eine Perspektive aufgezeigt werden müsse. „Durch das Amt für Ländliche Entwicklung konnten in Saldenburg bereits zahlreiche Projekte zur Aufwertung des Dorfkerns angestoßen werden. Wir blicken auf eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Amt zurück und sind sehr dankbar. Es ist mir ein großes Anliegen, dass dies in Zukunft so bleibt.“, so Bürgermeister König. Nächste Station war Ebersdorf, wo der Dorfladen „Connys Bistro“ besucht wurde. Die damals leerstehende Bäckerei wurde von der Familie Wagner erworben und multifunktional umgebaut. Neben der Einkaufsmöglichkeit erzeugt der Dorfladen auch Energie für die umliegenden Gebäude. Zudem sind etliche Wohnungen entstanden. Das ALE hat hier eine private Fördermaßnahme beigesteuert. Die Privatinitiative wurde vom Unternehmernetzwerk Ilzer Land ausgezeichnet. Entscheidend für den Erfolg war das Engagement der Familie Wagner und deren Unternehmergeist. Es folgte ein Besuch des Technologie Campus Grafenau (TCG). Prof. Dr. Diane Ahrens begrüßte die bereits genannten Gäste sowie Alexander Mayer, 1. Bürgermeister der Stadt Grafenau und stellvertretender Vorsitzender des Ilzer Landes, und Dr. Susanne Klöpping vom Digitalministerium. Anschließend stellte Prof. Ahrens das umfassende Tätigkeitsspektrum des TCG vor, das folgende vier Schwerpunkte enthält: Business Data Analytics & Optimization, Applied Artificial Intelligence, Artificial Intelligence for Context and Activity Recognition und Smart Region. So werden am TCG zukunftsorientierte Projekte, wie beispielsweise Digitalisierung im ländlichen Raum, Datenanalysen oder auch Industrie 4.0 bearbeitet. Der TCG hat das Ziel, innovative digitale Lösungen zu entwickeln, die insbesondere auf den ländlichen Raum zugeschnitten sind. Im Rahmen dessen wird Hand in Hand mit vielen Kommunen zusammengearbeitet. Als Beispielprojekt nannte Prof. Ahrens „Dahoam 4.0“, bei dem zahlreiche Apps in den unterschiedlichsten Bereichen für die ländlichen Gemeinden entwickelt und unter dem Dach des Dahoam 4.0 Portals zusammengefasst wurden. So z.B. entstanden eine Rathaus-App, eine Vereins-App, eine Schul-App oder auch eine Dorfbus-App. Es folgte ein Erfahrungsaustausch zu Themen rund um die Digitalisierung und Kommunen. Von Grafenau aus ging die Tour weiter nach Perlesreut, wo alle Beteiligte ein hervorragendes Mittagessen beim Wirtshaus Hafner erwartete. Nach der Mittagspause wurde das ILE-Zentrum, die Bauhütte in Perlesreut, besichtigt. Im Gewölbekeller der Bauhütte stellte Corina Molz die ILE Ilzer Land, ihre Strukturen, Handlungsfelder und aktuellen Projekte vor. Vom Themenbereich Soziales über Innenentwicklung und Digitalisierung bis hin zu Wirtschaft, Öko-Modellregion, Energie und auch Klimaschutz – das Ilzer Land ist mittlerweile so breit gefächert wie noch nie. „Die ILE Ilzer Land bearbeitet so viele Themenschwerpunkte und Projekte, dass es den Rahmen der heutigen Veranstaltung sprengen würde, alle zu beschreiben. Daher werde ich lediglich auf die herausragendsten Projekte eingehen. Wir sind sehr gerne dazu bereit, unsere Erfahrungen an andere Regionen weiterzugeben. Bei Fragen stehen wir daher jederzeit zur Verfügung.“, so Molz. Die Gäste waren begeistert von der Vielfalt an Aktivitäten und der Breite der Themenfelder, die seit der letzten Evaluierung im Jahr 2020 stark zugenommen haben. Im Anschluss daran präsentierte Lena Schandra, Projektleiterin für das Großprojekt Smart City, den neuen Leitspruch „So smart kann Land sein“, die geplanten Maßnahmen und die nächsten Schritte bei Smart City. Schandra führte den Besuchern vor Augen, wie umfangreich und innovativ das Projekt ist. Zum Abschluss ging man in einen lockeren Dialog und Erfahrungsaustausch über. Dr. Carolin Pecho, 1. Bürgermeisterin der Gemeinde Ringelai und stellvertretende Vorsitzende, sowie Martin Behringer betonten dabei, dass bei Smart City noch weitere Partner – sowohl Fördergeber als auch regionale Unternehmen – an Bord geholt werden können. Hans-Peter Schmucker und Roland Spiller bedankten sich zum Abschluss

Schüler handeln regional und schützen die Umwelt

Veranstalter: Ilzer Land e.V. Zeit: Mai-Juli 2022Ort: Ilzer Land Schüler handeln regional und schützen die Umwelt Schulprojekt der ILE Ilzer Land geht in die nächste Runde Perlesreut. Die täglichen Medienberichte erreichen unsere Kinder mehr, als wir denken. Daher ist es wichtig, ihnen Raum zu geben, diese Themen besser zu verstehen und einordnen zu können. Die ILE (integrierte Ländliche Entwicklung) Ilzer Land hat sich dieser Aufgabe angenommen und lässt das langjährige Schulprojekt in die nächste Runde gehen. Unter dem Motto ‚Klimaschutz und regionales Handeln‘ wurde den Ilzer Land Grund- und Mittelschulen ein zweitätiges Schulprojekt angeboten. Das Regionalbudget vom Amt für ländliche Entwicklung ebneten den Weg zur finanziellen Förderung. Für das Schulprojekt konnten Katharina Hobelsberger von der Ökomodellregion Ilzer Land und Matthias Obermeier vom ILE-Handlungsfeld Biodiversität, Ressourcen- und Klimaschutz exzellente Experten gewinnen. Jede Schule im Ilzer Land wählte eine Klasse für die beiden Projekttage aus. Im Zeitraum von Mai bis Juli 2022 starteten die Projekttage jeweils mit den Referenten von BtE (Bildung trifft Entwicklung), die das Weltverteilungsspiel im Gepäck hatten. Auf einer Weltkarte, die die Fläche des Klassenzimmers nahezu komplett bedeckt, stellten die Kinder die komplette Weltbevölkerung dar. Zuerst sollten die Schüler sich nach eigenem Gespür auf der ‚Erde‘ verteilen. Mit den kindlichen Gedanken, alles soll gerecht sein, platzierten sie sich. BtE-Referentin Marie Oßner überrascht mit den tatsächlichen Zahlen. Von den 15 Teilnehmern darf nur Einer in Europa bleiben. Zwei teilen sich in Nord- und Südamerika auf. In Afrika stehen dagegen drei Kinder. In Asien reicht der Platz kaum für die 9 Personen aus. Australien bleibt im Verhältnis sogar ohne Bewohner. Bei der Verteilung des Welteinkommens sind die Gedanken schon gespitzter und die Aufteilung nahezu korrekt. Europa und Nordamerika verfügen jeweils über vier Geldstücke; Südamerika muss sich mit einem Thaler zufriedengeben. Afrika und Australien, ohne ein Geldstück, sehen neidisch zu Asien mit sechs Thaler hinüber. Den Mitspielern entsprießen die Ideen für eine gerechte Welt. BtE-Referentin Nina Heinz, die lange Zeit in verschiedenen Teilen Afrikas gelebt hat, holte die Klasse an diesem inspirierenden Punkt ab und begeht mit ihnen eine virtuelle Reise durch die Welt. Fasziniert von den Eindrücken und der Bedeutung der Kinderrechte, geht der Weg zurück zu den tatsächlichen Zahlen und dem CO2-Ausstoß. In Form von weißen Papierwolken verteilten die Beteiligten diese auf die Erdteile. BtE-Referent Alexander Fischer war erfreut, wie präzise die Teilnehmer die Zuteilung vornahmen. Der Vorreiter der Abgasemissionen ist unumstritten der industrialisierte Norden. Um den CO2-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren, ist es besonders wichtig, die zukünftigen Entscheidungsträger bereits jetzt zu sensibilisieren, informierte Ilzer Land-Projektmanager Matthias Obermeier. Zum Abschluss des Weltverteilungsspiels zeigten die BtE-Referenten den Acht- bis Zwölfjährigen den Kurzfilm ‚Klimawandel, Treibhauseffekt und globale Erwärmung in 3 Minuten erklärt‘. Die Lehrer waren von den erlernten Fakten und den kindgerechten Informationen begeistert. Im zweiten Teil des Projekttages freute sich die Ökomodellregion-Projektmanagerin, Katharina Hobelsberger den Verein WaldZeit aus Spiegelau in den nahegelegenen Waldstücken bei den Schulen begrüßen zu dürfen. Den Waldführern aus dem Bayerischen Wald, sowie den Initiatoren des Ilzer Landes, ist es wichtig, einen möglichst kleinen Fußabdruck in der Region, aber eine große Wirkung bei den Teilnehmern zu hinterlassen. Für die Planung der Projekttage war es daher vorrangig, dass die Schüler fußläufig alle Programmpunkte erreichen konnten.Die Waldpädagogen Hanni Reischl, Antje Laux und Markus Miller nahmen die Schulklasse samt Lehrer und Ilzer-Land-Vertretern in Empfang und zeigten die Überleitung vom eindrucksvollen Weltverteilungsspiel zur Bedeutung des heimischen Waldes auf. Neugierig lauschten die Schüler, welche beachtlichen Rollen unser heimisches Grün haben und wie wichtig diese für uns alle sind. Unter professioneller Anleitung ‚spielten‘ die Schüler mit sehr großer Begeisterung die Photosynthese-Staffel. Umweltpädagogin Antje Laux erkälte den Kreislauf-Prozess der Pflanzen und gleichzeitig die zu transportierenden Symbole für den Wettbewerb kindgerecht. Zwei Gruppen konkurrierten mit Wasser, Zucker und Rundhölzern sinnbildlich zwischen Wurzelwerk, Baumkronen und Blättern hin und her. Um die Interessenskonflikte des Waldes aus Ökonomie, Ökologie und Soziales den Kindern veranschaulichen zu können, brachte Markus Miller den sogenannten ‚Dreizug‘ mit. Im sportlichen Wettbewerb mussten die Schüler jedoch schnell feststellen, dass es nicht leicht ist, die eigenen Interessen gegen Widerstände durchzusetzen. Umweltingenieurin Hanni Reischl zeigte die starken Interessensgruppen auf und wie diese um die Nutzung und Behandlung des Waldes konkurrieren. Beim Versuch, eine Baumscheibe mit einer Wasserflasche auf dem Dreizug zu balancieren, bemerkten die Kinder rasch, dass alle Funktionen des Waldes gleich wichtig sind. Die Projekt-Initiatoren sind von den gelungenen Exkursionen im Ilzer Land-Gebiet begeistert. Klimaschutz und regionales Handeln duften die Schüler live erleben. Um das Erlernte dauerhaft zu bewahren und zu publizieren, stand ein Foto-Comic am zweiten Projekttag auf dem Programmpunkt. Mitinitiatorin Claudia Stadler vom Planungsbüro Nigl + Mader GmbH konnte für die Reflektionseinheit Dominik Grübl von JuKiFo (JugendKinderFotographie) gewinnen. Die Kinder hatten die Aufgabe, eine digitale Anleitung zum Klimaschutz mit Fotos zu erstellen. Dazu stand Kulturpädagoge Dominik Grübl mit seinem professionellen Equipment mit Rat und Tat zur Seite. Auch Alltagsgegenstände aus dem Umfeld der Schüler und der Schule wurden einbezogen. In der Gruppendynamik entstanden viele Gegensatz-Bilder, wie z.B. ‚weg mit dem Müll‘ und ‚wir recyclen den Müll‘. Die Kinder hatten viel Freude, geeignete Fotomotive zu finden. Das Schul-Hochbeet war ein tolles Positiv-Beispiel für die regionale Ernährung. An den acht teilnehmenden Schulen resultierte je ein bunter Foto-Comic mit Themen, wie ‚wir schützen die Erde – Anleitung zum Klimaschutz‘. Die Perlesreuter Grundschullehrerin Gudrun Schlager bedankte sich für die kindgerechte Aufarbeitung des sensiblen Themas und die kreative Unterrichtseinheit. Klasslehrer Karl Friedl aus Schönberg lobte JuKiFo um Herrn Grübl mit seiner Fachkenntnis und seinem pädagogischen Geschick; weiter sprach er von einer Sternstunde, an die sich die Kinder noch lange erinnern werden. Für den reibungslosen und altersgerechten Projektablauf bedanken sich die Projektinitiatoren Katharina Hobelsberger, Matthias Obermeier und seine Kollegin Claudia Stadler bei den Referenten von BtE, Waldzeit und JuKiFo mit kleinen regionalen Präsenten. Text: Claudia Stadler v. Nigl + Mader GmbH und Katharina Hobelsberger v. ILE Ilzer Land