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Datum: 28.04.2023

Es rührt sich was im Ilzer Land: SmartesLand-Strategie verabschiedet

Bei Großer Ratssitzung wurde die SmartesLand-Strategie bis 2026 beschlossen

Innernzell. Die ILE Ilzer Land lud zur Großen Ratssitzung in Innernzell. Nach einem Jahr SmartesLand-Projekt gab es einen Grund zum Feiern: Die gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitete Strategie für die Region wurde beschlossen und erste Maßnahmen können nun endlich umgesetzt werden. Abschließend ließ ein Ausblick auf die Aktivitäten des Ilzer Landes im Jahr 2023 die Vorfreude der Teilnehmenden steigen.

Bei der Großen Ratssitzung begrüßte Werner Weny, 1. Vorsitzender der ILE Ilzer Land, die Bürgermeisterin und Bürgermeister der Ilzer-Land-Gemeinden mit ihren Stadt-, Markt- und Gemeinderätinnen- und räten, Ron Metzner, ILE-Betreuer am Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, Helga Weinberger, stellv. Landrätin des Landkreises Freyung-Grafenau, Klaus Jeggle, stellv. Landrat des Landkreises Passau sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ilzer Landes.

SmartesLand-Strategie verabschiedet

Ein Jahr nach dem Auftakt-Event zum SmartesLand-Projekt im Mai 2022 gab es jetzt einen schönen Grund zum Feiern: Die elf teilnehmenden Kommunen im Ilzer Land erarbeiteten im Rahmen des Förderprojekts „Smart City“ in dieser kurzen Zeitspanne eine mehr als 300 Seiten umfassende Strategie für die Region. Hinein flossen zahlreiche Ideen aus der Bürgerschaft. Dazu fanden in den vergangenen zwölf Monaten Beteiligungsformate vor Ort in den Kommunen und auch digital statt. Lena Schandra, Leitung im SmartesLand-Projekt des Ilzer Landes, blickte im Rahmen der Sitzung auf den Weg zur Strategie zurück und stellte bereits sichtbare Teilprojekte vor. Im Anschluss wurde die SmartesLand-Strategie offiziell von den Rätinnen und Räten der smarten Kommunen beschlossen. Projektleitung Schandra freut sich: „Ein großer Meilenstein ist geschafft: Gemeinsam mit der Bürgerschaft haben wir in nur einem Jahr eine Strategie für unser SmartesLand erarbeitet, auf die wir stolz sein dürfen. Mit der Strategie als „Anleitung“ können wir nun alle miteinander endlich in die Umsetzungsphase starten: Bis 2026 wird sich einiges tun im smarten Ilzer Land!“

Im nächsten Schritt wird die SmartesLand-Strategie beim Fördergeber des Modellprojekts „Smart City“, dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, zur Prüfung und Freigabe eingereicht. Parallel darf mit der Umsetzung von Maßnahmen gestartet werden.

Erste Maßnahmen bereits sichtbar

Mit dem „SmartesLand-Zentrum“ in Ringelai wird am 01. Juni 2023, 14 bis 19 Uhr, das erste „Hybride Dorfzentrum“ im Ilzer Land eröffnet. Bestandteile des Zentrums in Ringelai – verortet in einem ehemaligen Sparkassengebäude und Leerstand – sind ein multifunktioneller Raum für die Bürgerschaft (Vereine, Jugend, Senioren, etc.) sowie das Büro des SmartesLand-Teams. Weitere Hybride Dorfzentren in den teilnehmenden Kommunen folgen bis 2026. Darunter befinden sich beispielsweise das leerstehende Friedl-Haus am Stadtplatz in Grafenau sowie das ehemalige Gasthaus „Zum Bräu“ in Innernzell.

Ein weiteres Projekt ist die „Hybride Wissenswerkstatt“: Dabei handelt es sich um eine Art Experimentierlabor und Werklandschaft mit analogen und digitalen Elementen, zugänglich für alle Interessierten. Hierbei sorgen Robotikräume und Experimentierflächen sowie ein Ton- und Filmstudio für Berührungspunkte mit dem Thema Digitalisierung. So sollen Berührungsängste abgebaut und Raum für Innovationen geschaffen werden. Die Wissenswerkstatt wird pilothaft mit der Grund- und Mittelschule in Röhrnbach in Zusammenarbeit mit dem Markt Röhrnbach umgesetzt. Die Planungen für die konkrete Umsetzung laufen bereits.

Ebenso sollen noch in diesem Jahr Bestandteile der Maßnahme „Hybride Kommunikation“ realisiert werden. Hier ist eine Ilzer-Land-App geplant. So soll der Informationsfluss in den Kommunen und auch interkommunal erleichtert werden. Hybride Anschlagtafeln in den Kommunen ergänzen das Angebot der App und werden in teilnehmenden Kommunen vor Ort als „greifbarer“ Display aufgestellt. Ein gedrucktes Ilzer-Land-Magazin, das zwei bis dreimal im Jahr an alle Haushalte im Ilzer Land verteilt werden soll, rundet das Kommunikationskonzept für alle Generationen ab.

Die Online-Beteiligung der Bürgerschaft findet maßgeblich über die Bürgerbeteiligungsplattform MITREDEN statt – eine erste Maßnahme im Rahmen des Förderprojekts. Die Plattform ist weiterhin online erreichbar unter mitreden.ilzerland.bayern und jederzeit für Vorschläge, Ideen und Umfragen zur Region und den einzelnen Kommunen zugänglich.

Vorbehaltlich der Freigabe durch den Fördergeber sind zudem ein „Regionaler Datenraum“ sowie eine „Hybride Zusammenarbeit“, also die Verbesserung der interkommunalen Zusammenarbeit durch smarte Lösungen, geplant. Auch die Themen „Tourismus“ und „Kulturerbe“ finden in der Strategie Berücksichtigung und sollen mit der Förderfreigabe in Angriff genommen werden.

Mehr Informationen zum SmartesLand-Projekt sowie die vollständige SmartesLand-Strategie sind online unter www.ilzerland.bayern/smartesland zu finden.

Ausblick auf die Jahresplanung

Abschließend gaben die Geschäftsführung Corina Molz sowie der 1. Vorsitzende der ILE Ilzer Land, Werner Weny, einen Ausblick auf die Jahresplanung des Ilzer Landes. Dabei gingen sie unter anderem auf folgende Projekte ein: Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche, Seniorenausflug 2023, 3D-Touren, Aktion „Streuobst für Alle“, Regionalbudget und Verfügungsrahmen für Öko-Projekte, grenzüberschreitendes Radwegenetz, Klimaschutz-Netzwerk, Projekt „Klimaschutz und regionales Handeln“ an den Schulen, Innenentwicklungsrallye, Förderfibel Ilzer Land und OMEI. Zudem wurden die im Jahr 2023 geplanten Veranstaltungen, wie beispielsweise die beiden Gemeinderätinnen-Treffen, vorgestellt. „Mit Blick auf die 9 Handlungsfelder wird deutlich, dass wir nur einen Ausschnitt von Aktionen und Projekten vorstellen können. Ungefähr 100 Projekte wurden in den letzten beiden  Jahren umgesetzt beziehungsweise befinden sich in Umsetzung. Insgesamt ist die bisherige Bilanz sehr positiv. Mit SmartesLand und OMEI sind wir auch in Zukunftsthemen aktiv. Natürlich sind interkommunal nicht alle kommunalen Probleme lösbar. Aber wir werden im Rahmen unserer Möglichkeiten sicherlich Bausteine für die Entwicklung unserer Region liefern“, so der Vorsitzende zum Abschluss der Veranstaltung.